WahrSicht - Kultur, Natur & Sport

Startseite

Olympia zum 4. Mal in Italien

Vom 6. bis zum 22. Februar 2026 ist Italien Gastgeber der Olympioniken aus aller Welt. Nicht zum ersten Mal. Winterspiele gab es schon mehrfach, doch Sommerspiele konnten das Land zwischen Alpen und Mittelmeer erst einmal an Land ziehen.

Vom 25. August bis zum 11. September 1960 war Rom zum bisher einzigsten Mal Gastgeber der Olympischen Sommerspiele. Die Wettkämpfe fanden, ganz Italien, an historischen Orten statt, so befand sich der Zieleinlauf für den Marathon am Konstantinsbogen. Die ersten Winterspiele in Italien gab es in Cortina d’Ampezzo 1956. Damals begann die Olypiade bereits am 26. Januar. Turin folgte im Jahr 2006 mit Wettkämpfen in Turin und den piemontesischen Alpen. Diesmal ist die Gastgeberschaft auf mehrere Regionen Norditaliens verteilt. Dabei sind unter anderem Mailand, Cortina d’Ampezzo, Antholz und Bormio. Teilnehmen werden auch 10 Athleten aus Russland und sieben aus Weißrussland, die allerdings aufgrund eines kriegsbedingten Beschlusses der Internationalen Olympischen nur unter "neutraler Flagge" teilnehmen dürfen.

In linken Kreise schüren die Olympischen Spiele unter Giorgia Meloni einiges Unbehagen. Wie 1936 im Deutschen Reich könnte sich eine extreme, rechte Regierung inszenieren.

Italien kann inklusive 2026 auf vier Olympische Spiele verweise und steigt damit auf den dritten Platz im Gastgeber-Ranking auf, wo sich bereits Japan mit vier Spielen befindet. An der Spitze stehen die USA (8) und Frankreich (5). Derweil fielen die Olympischen Spiele wiederholt kriegsbedingt aus. Hinzu kommt der gegenseitige Boykott der Olympischen Spiele in Moskau 1980 (Sowjetunion) und als Reaktion drauf 1984 in Los Angeles (USA). Auslöser war damals der Einmarsch sowjetischer Truppen 1979 in Afghanistan.

Offizielle Seite der Olympischen Winterspiele 2026 in Italien

pub. am 27.1.2026

Winter-Panikmache wider die Realität

Auch wenn die Erinnerung oft trügerisch ist, so stimmt der Trend, wenn sich ältere Menschen daran erinnern, dass die Winter in Deutschland früher länger und härter waren als heutzutage. Das stützen alle statistischen Erhebungen dazu.

Beispiel Frosttage: Im bundesweiten Durchschnitt gab es im Winter 1946/47 rund 85 Frosttage, 1955/56 waren es rund 70 Tage, 1962/63 rund 90, 1978/79 rund 75, 1986/87 rund 80, 1995/96 rund 65, 2005/06 rund 55, 2009/10 rund 70, 2012/13 rund 60, 2017/18 rund 50, 2020/21 rund 45, 2022/23 nur 35 und 2024/25 rund 40. Schaut man auf den Bundesdurchschnitt der Schneetage, dann ergibt sich für die Zeit von 1945 bis heute folgendes Bild: 1946/47 rund 60 Tage, 1955/56 rund 50, 1962/63 rund 70, 1978/79 rund 55, 1986/87 rund 60, 1995/96 rund 45, 2005/06 rund 35, 2009/10 rund 50, 2012/13 rund 40, 2017/18 rund 30, 2020/21 rund 28, 2022/23 rund 20 und 2024/25 rund 25. Im Flachland sind die Winter inzwischen deutlich milder, aber auch in den Bergen liegt im Schnitt seltener und weniger Schnee. Den heftigsten Winter gemessen an Kälte, Frostdauer, Eis und Schnee erlebte Deutschland 1962/63.

Die heftigsten Kälteeinbrüche erlebte Deutschland während der kleinen Eiszeit, die sich über die Zeit von der Mitte des 15. Jahrhunderts bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts erstreckte. Historische Quellen berichten Extremes insbesondere für die Jahre 1708/09 und 1739/40. Im ersten dieser beiden Extremwinter sollen sogar die Lagunen von Venedig zugefroren sein, was allerdings auch für den Winter Anfang 1929 belegt ist. Im 18. Jahrhundert war ganz Mitteleuropa betroffen. Gleiches gilt für den Winter 1829/30, aus dem Frost mit Temperaturen bis Minus 30 Grad Celsius bekannt ist.

Obgleich es heute sehr populär ist, alle Temperaturänderungen über längere Zeiträume als Folgen des Klimawandels zu propagieren, konnte auch ein Zusammenhang mit der Sonnenaktivität beobachtet werden. Wenn wegen geringerer Sonnenaktivität die UV-Strahlung abnimmt, wird die Stratosphäre weniger erwärmt, was sich auf den Polarwirbel auswirkt. Zu den Folgen gehören auch geschwächte Westwinde, blockierte Hochdrucklagen und Kaltluftzufuhr aus Osten und Norden. Bekannte einflussreiche Phasen niedriger Sonnenaktivität sind das so genannte Maunder-Minimum für die genannten Extremwinter im 18. Jahrhundert und das Dalton-Minimum für den Winter 1829/30. Allerdings war der Winter 1962/63 trotz hoher Sonnenaktivität ungewöhnlich kalt.

Als Trigger für kaltes Wetter und teils auch für kalte Winter bekannt sind zudem Vulkanausbrüche mit großen Aerosolmengen. Die Klimawirkung kann bis zu zwei oder drei Jahre lang anhalten. Signifikante Beispiele für den genannten Effekt sind die folgenden Vulkanausbrüche: Samalas 1257 (Insel Lombok, Indonesien), Laki 1783/84 (Island) und Tambora 1815 (Insel Sumbawa, Indonesien). Ohne signifikanten Einfluss auf den Winter in Europa war hingegen der bekannteste aller Vulkanausbrüche Ende August 1883, als die Vulkaninsel Krakatau in der Sundainsel von Indonesien fast vollständig in die Luft flog.


Gefrorene Lagune bei Fondamenta Nuove 1708, Fondazione Querini Stampalia, Venezia

pub am 31.1.2026


Klimapanik und brennende Wälder

Wird es immer wärmer in Deutschland? Ist das der Klimawandel? Was treibt diesen Klimawandel an? Ist der Mensch die entscheidende Triebkraft? Kann der Mensch das Klima retten und können es die Deutschen? Für die Klimahysterier ist alles klar: Ja, es wird wärmer, das ist der Klimawandel, der Mensch ist die treibende Kraft, der Mensch kann das Klima retten und die Deutsche zuvorderst. Nun brennen Wälder in Deutschland und sofort läuft die Klimahysteriemaschine auf Hochtouren. Dramatische Bilder, dramatische Schlagzeilen. Doch wie verhält es sich mit den Waldbränden in Deutschland.

Ein Blick in die Geschichte zeigt: Was am 2. Juli 2025 in Gohrischheide an der Grenze zwischen Sachsen und Brandenburg begann, ist kein Vergleich mit dem, was am 18. August 1975 in der Lüneburger Heide geschah: Damals brannten 74 Quadratkilometer Wald nieder, sieben Feuerwehrleute und ein Polizist starben. Seit nunmehr 50 Jahren ist das die größte Waldbrandkatastrophe in Deutschland. Am 12. August 1975 drohte der Brand auf DDR-Gebiet überzugreifen. Bis zum 18. August dauerte der Kampf gegen die Flammen an. Auch der Waldbrand in Niederhaverbeck, ebenfalls in der Lüneburger Heide, vernichtete 4 Quadratkilometer Wald. Dem vorausgegangen waren Trockenheit und eine Hitzewelle von bis zu 30°C im März/April!

Seit 2014 hat es wiederholt in Wäldern des Landes Brandenburg gebrannt und immer wieder waren alte Truppenübungsplätze betroffen. Vom 25. Juli bis 2. August 2022 brannten bei Falkenberg/Elster und Arzberg insgesamt 11 Quadratkilometer Wald ab. Einsatzkräfte aus vier Bundesländern kämpften gegen die Flammen.

Vom Umweltbundesamt veröffentlichte Daten des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung von 2024 zeigen, dass 1992 fast 5000 Hektar Wald verbrannten - ein absoluter Spitzenwert. Auch die Jahre 1993, 1996 und 2003 waren statistisch auffällig. Von 2004 bis 2017 erlebte der deutsche Wald eine relative Ruhephase. Doch seitdem ist gemessen an der Zahl der Spitzenwerte und der Häufung nach Jahre eine deutliche statistische Anomalie zu sehen: So wurden innerhalb von 5 Jahren drei Spitzen mit Werten zwischen 2300 und mehr als 3000 Hektar Wald erreicht. Betroffen waren die Jahre 2018, 2019 und 2022. Das Jahr 2023 bewegte sich fast auf dem Niveau der Jahre 1993, 1996 und 2003. Verglichen mit Bränden in Australien, Russland oder den USA sind die Brände in Deutschland gleichwohl Kleinereignisse. Besonders schwer traf es Australien im Juni 2019 bis Mai 2020: 180.000 Quadratkilometer Wald- und Buschland fielen den Flammen zum Opfer.

Globales Feuermonitoring

pub. am 3.7.2025

Die Lüge vom Schutz der Natur

Wann eigentlich begann der Mensch, nicht mehr im Einklang mit der Natur zu leben und das natürlich Gleichgewicht zu stören? Damit haben sich Wissenschaftler beschäftigt und Pollen untersucht, um in der Weltgeschichte der vergangenen 18.000 Jahre zu lesen.

Menschenartige Wesen begannen vor mindestens 700.000 Jahren, Feuer zu machen. Auch die Natur kann Feuer machen mit Blitzen und Vulkanen, aber die Eingriffe des Menschen sind gleichwohl anderer Art. Allerdings vergingen Hunderttausende Jahre ohne signifikante Veränderungen. Erst mit der Entstehung der ersten Hochkulturen Jahrtausende vor Beginn der Zeitrechnung wurde der Einfluss der Menschen deutlich sichtbar. In besagter Studie treten diese Veränderungen je nach Kontinent in der Zeit vor 4600 bis 2900 Jahren auf.

Mit den massiven Bauaktivitäten im Mittelalter ab dem 12. Jahrhundert mit Städtebau, Bergbau und Landwirtschaft und erst recht mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert beschleunigte sich der Verbrauch an Land und Ressourcen.

Pollenstudie zum Einfluss der Menschen (englisch)

WahrSicht - Copyright 2024 by Sari Berg
>>> last update: 31.1.2026 <<<